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Hier finden Sie deutschsprachige Bücher, die eine große Nähe zur Alexander-Technik aufweisen, selbst wenn deren Autoren teilweise noch nicht einmal von dieser wissen.

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■ Robert Schleip: Der aufrechte Mensch. Übungen für eine gelöste Körperhaltung und einen natürlichen Gang. Mit Audio-CD und 30 Übungskarten. Kreuzlingen: Hugendubel/Irisiana Verlag 2000.
ISBN 3-7205-2149-4.

Eine meiner Klientinnen hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Es handelt sich dabei um einen Kurs, den man selbständig in vier Wochen absolvieren kann, wenn man täglich etwa zwanzig Minuten aufwendet. Auch wenn ich dem Autor in vielen Punkten widerspreche, denke ich, daß sein Grundansatz mit dem Alexander-Prinzip gut vereinbar ist und es einen Versuch wert ist, dieses Kurs zu absolvieren.


■ Mabel E. Todd: Der Körper denkt mit. Anatomie als Ausdruck dynamischer Kräfte, Verlag Hans Huber, Bern 2003.
ISBN 3-45683-927-8.
ISBN-13 978-3-45683-927-1.

In ihrem bereits 1937 erstmalig erschienenen Buch „The Thinking Body“ beschreibt Mable Todd die Funktionsweise des menschlichen Körpers und seine Anatomie auf anschauliche Weise.  Für Menschen, die bisher Schwierigkeiten hatten sich durch ein Anatomiebuch zu kämpfen ist dieses Werk vermutlich genau das richtige. Die einleitenden Kapiteln könnten so auch von einem Lehrer der Alexander-Technik geschrieben sein.


■ Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens. 4., veränderte Auflage, Paderborn: Junfermann 2004.
ISBN 3-87387-454-7.
ISBN-13 978-3-87387-454-1.

Dieses Arbeitsbuch ist sehr dazu geeignet, dem eigenen Leben eine positive Wende zu geben. Rosenberg beschreibt eine Methode, die es erlaubt, sich über seine Empfindungen Klarheit zu verschaffen und alles auszudrücken, was wichtig ist. Hierdurch gelingt es, selbst in schwierigen Situationen in herzlichem Kontakt zum Gegenüber zu bleiben. Sich selbst deutlich bewußt zu sein, wie man sich fühlt, um davon ausgehend konstruktiv zu handeln, darin ähnelt diese Methode der Alexander-Technik. Wie der Name schon sagt, befaßt sich die Gewaltfreie Kommunikation stark mit zwischenmenschlichen Beziehungen und ist daher eine geradezu ideale Ergänzung zur Alexander-Technik, die vorwiegend auf die Einzelperson eingeht.


■ Heinrich Jacoby: Jenseits von „Begabt“ und „Unbegabt“. Zweckmäßige Fragestellung und zweckmäßiges Verhalten – Schlüssel für die Entfaltung des Menschen. Hamburg: Christians Verlag 2004.
ISBN 3-7672-1412-1.

Schade, daß Heinrich Jacoby und Frederick M. Alexander sich niemals begegnet sind. Sie hätten sich mit Sicherheit sehr gut verstanden. "Jenseits von Begabt und Unbegabt" geht auf Protokolle eines Kursus zurück, den der schweizer Pädagoge 1945 zur Entfaltung menschlicher Fähigkeiten gehalten hat und der auch heute noch spannend zu lesen ist. Insbesondere widmet er sich Entwicklungsprozessen, von Erwachsenen, bei denen sie Fähigkeiten erarbeiten, an deren Entfaltung sie in der Kindheit gehindert wurden.


■ Karoline Erdmann: Ich tanze mit der Angst – ich tanze mit der Freude. Nach der Diagnose Krebs – wie ich durch den Tanz das intensive Leben entdeckte. Freiburg: Herder Verlag 2002.
ISBN 3-451-05244-X.

Ich durfte Karoline Erdmann noch zu Beginn meiner Ausbildung als Assistentin von Aranka und Michael Fortwängler kennenlernen. Wer das Buch liest, wird verstehen, daß hier ein ungewöhnlicher und bemerkenswerter Mensch das Leben in all seiner Breite zu leben verstand. Obwohl das Buch von einem ganz anderen Thema handelt, erkennen Menschen, die die Alexander-Technik tiefer erfahren haben ganz klar, wie sehr Karoline durch bewußtes Innehalten und sich neu orientieren das Leben mit dem Krebs gelebt hat. Hier wird der Krebs nicht „besiegt“, eben nicht zu einem äußerlichen Feind erklärt, dem der „Krieg“ gemacht werden muß. Lesenswert.


■ Michael J. Gelb: Das Leonardo-Prinzip. Die sieben Schritte zum Erfolg. München: Econ Verlag 2004.
ISBN 3548366899

Michel Gelb ist ein nordamerikanischer Lehrer der Alexander-Technik, der seit vielen Jahren als Unternehmensberater tätig ist. In „Das Leonardo-Prinzip“ beschreibt er Übungen, die es jedem Menschen erlauben die eigene Kreativität (wiederzu-) beleben. Der für europäische Ohren etwas zu großspurige Tonfall und sein wissenschaftlich fragwürdiger historischer Abriß, den er zu Beginn dieses Buches bietet, seien ihm verziehen. Am Besten überspringt man das Vorwort und den Teil 1 dieses Ratgebers (Kurzfassung: Mittelalter, finster, finster; Leonardo da Vinci: fabelhafter Kerl und mein Vorbild) und beginnt gleich mit den sieben Prinzipien, die unsere Kreativität definieren. Wer davon auch nur einen Teil in den eigenen Alltag übernimmt, wird auf jeden Fall positive Veränderungen an sich bemerken können.


© 2004-2008 Studio für Alexander-Technik Fürth, Sibylle Wenzel